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Korrosionswechseltests für Nutzfahrzeuge: Realitätsnahe Korrosionsprüfung im Labor 

Allgemeines – 22.10.2026

Nutzfahrzeuge sind im täglichen Einsatz hohen Belastungen ausgesetzt. Ob im Fernverkehr, auf Baustellen, in der Landwirtschaft oder im kommunalen Bereich: Feuchtigkeit, Streusalz, Schmutz und wechselnde Temperaturen beanspruchen Materialien, Beschichtungen und Bauteile über viele Jahre. 

Um die Korrosionsbeständigkeit zuverlässig zu bewerten, müssen Prüfverfahren die Bedingungen des späteren Fahrzeugeinsatzes möglichst realistisch abbilden. Dabei kommt es nicht darauf an, Korrosion durch besonders aggressive Prüfbedingungen möglichst schnell hervorzurufen. Entscheidend ist, dass die im Labor entstehenden Korrosionsmechanismen und Schadensbilder, mit denen aus dem tatsächlichen Einsatz vergleichbar sind. 

Korrosionswechselprüfungen mit unserer Prüfkammer „Foggy“ 

Bei INDUSTRIAL LAB setzen wir für diese Untersuchungen unsere Korrosionsprüfkammer „Foggy“ ein. Die Anlage ist mit einem Klimamodul und einer Beregnungseinrichtung ausgestattet und ermöglicht Korrosionswechselprüfungen nach unterschiedlichen Herstellervorgaben, unter anderem von Volvo, Scania, Ford und Jaguar Land Rover. 

Je nach Prüfprogramm werden die Bauteile wiederholt unterschiedlichen Temperatur-, Feuchte- und Salzbelastungen ausgesetzt. Die einzelnen Belastungsphasen folgen dabei festgelegten Abläufen. 

Wechselnde Belastungen unter kontrollierten Bedingungen 

Ein wesentlicher Bestandteil der Korrosionswechselprüfung ist das Zusammenspiel aus Salzbeaufschlagung und wechselnden Klimabedingungen. 

Während der Nassphase werden die Prüflinge über die Beregnungseinrichtung mit einer definierten Salzlösung beaufschlagt. Anschließend folgen kontrollierte Klimawechsel, bei denen Temperatur und Luftfeuchtigkeit entsprechend den jeweiligen Prüfvorgaben verändert werden. 

Durch den Wechsel zwischen Befeuchtung und Trocknung lassen sich Bedingungen nachbilden, wie sie auch in der Außenwelt auftreten. Denn Bauteile sind Feuchtigkeit und Salz in der Praxis nicht dauerhaft unter gleichbleibenden Bedingungen ausgesetzt. 

Die Prüfkammersteuerung koordiniert die einzelnen Abläufe. Das Klimamodul regelt Temperatur und Luftfeuchtigkeit, während die Beregnungseinrichtung die vorgegebene Salzbeaufschlagung übernimmt. So können die festgelegten Prüfzyklen wiederholt und unter vergleichbaren Bedingungen durchgeführt werden. 

Korrosionsverhalten von Bauteilen und Beschichtungen untersuchen 

Mit Korrosionswechselprüfungen lassen sich unterschiedliche Materialien, Beschichtungssysteme und Bauteilkonstruktionen untersuchen. 

Von Interesse sind beispielsweise korrosionskritische Bereiche an Fügeverbindungen, das Verhalten verschiedener Materialkombinationen oder die Beständigkeit von Schutzbeschichtungen. Auch komplexe Bauteilgeometrien können unter definierten Prüfbedingungen bewertet werden. 

Die Ergebnisse helfen Herstellern und Zulieferern, mögliche Schwachstellen zu erkennen und Veränderungen an Materialien, Beschichtungen oder Konstruktionen zu überprüfen. Besonders in der Entwicklungsphase können solche Untersuchungen wertvolle Erkenntnisse liefern. 

Nicht die höchste Belastung entscheidet 

Eine möglichst hohe Salzbelastung oder eine besonders lange Prüfdauer führt nicht automatisch zu aussagekräftigeren Ergebnissen. Maßgeblich ist, dass das gewählte Prüfverfahren zur vorgesehenen Beanspruchung des Bauteils passt. 

Korrosionswechselprüfungen sind deshalb ein wichtiges Instrument in der Produktentwicklung, Validierung und Qualitätssicherung. 

Mit unserer Korrosionsprüfkammer „Foggy“ führen wir entsprechende Untersuchungen nach festgelegten Prüfprogrammen durch und unterstützen Hersteller und Zulieferer bei der Bewertung ihrer Nutzfahrzeugkomponenten. 

Mehr zu unseren Leistungen finden Sie unter: 
Salzsprühnebel- & Korrosionswechseltests